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Kann das europäische 19. Jahrhundert als eine Zeit verstanden werden, die quasi unter dem Paradigma der Energie stand, so ist zu dessen Ende und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Paradigmenwechsel in fast allen Bereichen menschlicher Erkenntnisgewinnung zu bemerken. Ein Begriff, der das neue Paradigma sinnbildlich beschreibt, ist der der Struktur. Der Begriff der Struktur ist zwar nicht notwendig als Gegensatz zu dem der Energie, bzw. dessen zugrundeliegenden Vorstellungen von Objekten oder Gegenständen, zu verstehen, er eröffnet allerdings Perspektiven, die weit über das hinausreichen, was in den Sphären von "Energie" und "Objekt" erfasst und begriffen werden kann. Für meine theoretischen Ansätze stellt der Begriff der Struktur das Element dar, das Mathematik und Psychoanalyse, Geschichte und Naturwissenschaften, Kunst und Wissenschaft zu verbinden vermag. "Struktur", so geläufig wie es erscheint, ist nicht auf einfache Weise fassbar; schon gar nicht in Denksphären, die dem Objektiven der Metaphysik anhaften. Hier versuche ich, verschiedene Wege der Annäherung an dieses Paradigma aufzuzeigen, das wohl auch von den tiefsten Denkern der Moderne bislang nicht wirklich durchdrungen wurde.